KATHI IM PORTRÄT

Mein bisheriger Weg

Meine ersten Ski, sogenannte “Rutscher”, habe ich Weihnachten 1999 geschenkt bekommen. Obwohl ich mich anfangs mehr für das Rodeln begeistert habe, gefiel mir das Skifahren immer besser. Bei meinem ersten Skirennen  im Kindergarten wurde ich Letzte, war aber trotz allem sehr froh über meine erste Urkunde.

 

Den ersten Sieg habe ich in der ersten Klasse Volksschule eingefahren und ein Jahr darauf die erste Tagesbestzeit. Kurz darauf habe ich mit dem Training beim SV Raika Faaker See begonnen und damit auch entschieden, meine geplante Musikkarriere als Flötistin an den Nagel zu hängen. Im Jänner 2006 bestritt ich mein erstes Kindercuprennen am Hochrindl und feierte meinen ersten Sieg im Slalom. Nach weiteren Rennen und viel Aufregung habe ich am Ende die Cupwertung gewonnen.

Nach der Volksschulzeit begann das Konditionstraining und ich fuhr im Schülercup mit. Die Konkurrenz wurde hier immer stärker und ich musste mich auch sehr oft meiner besten Freundin geschlagen geben.

 

Da ich bei den österreichischen Testläufen unter die “Top 3” fuhr, durfte ich zu den internationalen Rennen nach Skofja Loka. Das war eine ganz neue Erfahrung und auf Anhieb fuhr ich zwei Stockerlplätze ein.

 

Die Aufnahme in  der Skihandelsschule in Schladming war ein wichtiger Meilenstein auf meinem bisherigen Lebensweg, da ich sonst meinen Sport nicht weiter ausgeübt hätte. Im Dezember 2012 startete ich mit Startnummer 101 von 120 Starten mein erstes FIS-Rennen in Sölden und landete auf Platz 60.  Beim National-Junior-Championship in Krvavec (SLO) schaffte ich im Slalom den Sprung aufs Podest.

 

In der zweiten FIS-Saison erging es mir schon wesentlich besser, und Ich wurde für die EYOF in Brasov nominiert. Nach diesem Jahr schaffte ich den Sprung in den ÖSV-Nachwuchskader.

Das erste Jahr im ÖSV war sehr gewöhnungsbedürftig. Ich hatte Trainer und Kolleginnen, die ich nicht besonders gut kannte, und ich vermisste meine „Kärntner Crew“. Aber schon nach einigen Trainingskursen fühlte ich mich in der Gruppe wohl. In dieser Saison wurde ich österreichische Meisterin im Riesentorlauf in Hinterstoder, durfte meine ersten Europacuprennen bestreiten und schaffte den Sprung ins Europacupteam.  

 

In diesem Jahr stand meine erste große Reise an. Es ging für vier Wochen nach Übersee. Es war für mich die erste große Reise, weit weg von zu Hause.

 

Am Ende diese Camps bestritt ich die ersten Rennen und feierte gleich meinen ersten Sieg im Australien-New-Zealand-Cup. Überglücklich wieder zu Hause zu sein, ging es nach einer zweiwöchigen Pause mit dem Training weiter.

Im Jänner 2015 gelang mir beim Slalom in Melchsee-Frutt ein perfekter zweiter Lauf und ich gewann mein erstes Europacuprennen. Zu Hause verbreitete sich diese Nachricht wie ein Lauffeuer.

 

Danach überschlugen sich die Ereignisse und ich durfte am 12. Jänner 2015 in Flachau zum ersten Mal bei einem  Weltcuprennen an den Start gehen. Mit einem stark überhöhten Puls und der Startnummer 48 kämpfte ich mich durch die Slalomstangen. Es war unglaublich, wie die Fans mich anfeuerten. Ein ganz neues Gefühl, im Ziel vor so einer Zuschauerkulisse abzuschwingen!